Prokarstination - Blogpause

Prokrastination, Promiskuität und anderes Geflügel

Bitte freimachen! Wovon? Von glatt gebügelten Blogbeiträgen, säuberlich recherchierten Gedankenschlangen und dem, was sich aktuell als Prokrastination durchs gebildete junge Deutschland verflüchtigt.

Wobei Prokrastination die Promiskuität der Sex-and-the-City-Generation abzulösen scheint – rein wortgeflügelt selbstverständlich. Prokrastinieren ist das Aufschieben, Promiskuität der freudige Wechsel.

By Luis Llerena

In Sachen Blogpflege ist es wie mit einer alten Liebe – wo gemeinsame Themen  fehlen, wird sich am besten angeschwiegen. An Trennung wird gedacht. Angehörige und Nachbarn munkeln bereits. Man lebt sich auseinander. Passwörter werden vergessen, Kuchen gebacken, einer bringt den Müll runter.

Es geht um die Balance zwischen Leben und Arbeit. Arbeit gehört (nicht) zum Leben, weswegen es einen Ausgleich zwischen beiden Widersachern zu finden gilt. Selbstverwirklichung im Job. Nette Idee! Die Realität ist irgendwie anders – anstrengend eben.

Der verwaiste Blog, nicht gern gesehen – die dunkle Seite! Und doch folgerichtig. Es endet in Sehnsucht. Wo ist der gute alte Freund nur hin? Das Fenster zum Hof lässt tief blicken. Ein schlechtes Gewissen ist schon längst dahin. Prokrastinative Anfälle mittels Twitter und Xing verwunden, Beitragsentwürfe noch und nöcher. Es gibt so viel zu sagen, man sollte sich einmischen, es gilt zurechtzubiegen. Erschlagen vor Tatendrang. Erstmal ausruhen – war ein harter Tag.

Der Ausweg: Analog statt digital. Kein HD. Celluloid. Soll heißen: Machen, mittels thematisch promiskem Schreibverhalten! Gemeinsame Themen finden – etwas zwischen elaborierten Schreibgewerken und dem täglich Brot der Kommunikationsarbeit.

Druckstelle, auch Du musst Dich verändern. Lass uns reden und geteilte Interessen finden! Du, die andere Seite, fehlst mir. Du bist mein Werk und ich wachse mit Dir. Wir müssen uns kürzer halten und ab und zu der Dinge harren. Und die Moral von der Geschicht? Wir werden sehen…

P.S.: Per Mobile zu bloggen, ist mindestens so aufregend, wie den Rubik’s Cube zu lösen – es scheitert meist am letzten Steinchen. Uuuurgh!