Dirkon, Kamera aus Papier gebastelt

Schere, Papier, Dirkon: Eine Kamera aus dem Drucker

Faszinierend, was auf einem Blatt Papier so alles passiert… Ganze Welten können gebaut, Geschichten erzählt und Glück wie Unglück besiegelt werden. Wer es lieber wortkarg angeht, der kann mit einem Blatt Papier auch fotografieren. Quatsch mit Soße? Ha, guckt mal! I proudly present: Meine Dirkon!

Dirkon, Kamera aus Papier gebastelt

Worte brauchen Zeit. Zeit ist relativ und da ich aktuell relativ wenig Zeit für Worte habe, muss mal wieder die Schere herhalten. Es galt, ein originelles Geschenk zu zaubern. Genauer: Ein Versteck für einen Gutschein. Und dann entdeckte ich sie: die DIRKON!

Die Dirkon ist eine Lochkamera aus Papier. Der Bausatz für dieses Schmuckstück versteckt sich in einem PDF. Erstmals 1979 in der tschechischen Zeitschrift An ABC of Young Technicians and Natural Scientists veröffentlicht, findet sich auf nicht mal zwei A4-Seiten alles, was eine ‚moderne Lochkamera‘ so braucht. Das PDF kann hier kostenfrei geladen werden.

Dirkon_Bastelbogen
Dirkon Bastelbogen (Teil)

So geht’s:
1. PDF auf etwas dickerem Papier ausdrucken.
2. Schere, Lineal und Kleber rauskramen – sowie Büroklammer und Druckknopf (bei mir hat es auch eine ‚Büchersendungsklammer‘ getan).
3. Grübeln, schneiden, kleben.
4. Über die eigene Genialität in Sachen Lochkamerabau freuen!!!

Kleiner Tipp: Das Falten geht leichter und exakter, wenn Ihr die Kanten vorher mit einem spitzen Gegenstand vorritzt. Bei mir musste eine Kinderhaarspange herhalten.

In den Anleitungen steht etwas von ‚ein paar‘ Stunden. Soviel Zeit hatte ich nicht. Wie gesagt, es musste schnell gehen. Obwohl ich der englischen Sprache mächtig bin, habe ich mir noch eine deutsche Anleitung gesucht (hier). Nach knapp zwei Stunden (plus Ausschneiden) war meine Dirkon fertig.

Ob meine Dirkon wirklich funktioniert? Muss ja, das Lochkameraprinzip hat sich schließlich bewährt. 😉 Doch ob mein Modell tatsächlich Bilder macht, müssen wir erst noch testen. Denn freilich ist die Grundvoraussetzung für eine ordentliche Belichtung des Films, dass die Kamera innen wirklich dunkel ist, sodass Licht nur durch das Loch in der ‚Linse‘ hineinkommt. Nun, da ich ‚Samt vom Herrenausstatter‘ zum Abdichten gerade nicht zur Hand hatte, dürften ein paar Modifikationen noch notwendig sein. Aber, ich bin auch stolz auf meine ‚Attrappe‘!!! 😉

Noch ein paar Dirkon-Bastelbogen-Impressionen. Wie Ihr seht, es wurde schnell dunkel und zwischendurch war keine Zeit zu knipsen…

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P.S.: Da macht WordPress aus der Dirkon mal eben einen Diakon. 😉