Honigwabe - Crowdsourcing

Geheime Mitmach-Sache: Archiv für Eure besten Blog-Beiträge?

Den Pudding an die Wand nageln, das wärs doch! Die Idee: Ein Archiv für Eure besten Blog-Beiträge, thematisch sortiert, mit Intro und Link zu Eurem Blog. Die richtig guten, die lieb gewonnenen, die aufwendigen Blog-Beiträge meine ich. Kein Dauer-Stream. Keine Automatismen. Keine Status-Updates. Handverlesen, von Euch. Was meint Ihr?

Was bisher geschah…

Honeycomb  CC BY-SA 2.0 by jasleen_kaur
Honeycomb
CC BY-SA 2.0 by jasleen_kaur

Vorige Woche schaute ich mal wieder auf dem textbasis.blog von Sebastian Schmidt vorbei. Hier lese ich regelmäßig, was der Lektor Sebastian zur Sprache und zum Schreiben zu sagen hat. Dabei gelangte ich auf den „Gastbeitrag der Textbasis im Autoren-Newsletter ‚The Tempest‘“. Klar, ein Newsletter ist eine feine Sache, finden ausgewählte Beiträge so zu mehr LeserInnen. Im Kommentar schweifte ich dann etwas vom Thema ab: Was wäre, wenn es ein wirklich funktionierendes Artikel-Verzeichnis für all unsere wirklich guten Blog-Beiträge gäbe? Sowohl zum Konservieren der eigenen als auch zum Aufspüren anderer Blog-Artikel. Sebastian erwähnte dann ein Projekt der Deutschen Nationalbibliothek zur Sammlung von ‚Netzpublikationen‘. … warm! Die Schriftstellerin Eva Bali fügte http://stories-and-places.com hinzu, eine Seite, auf der AutorInnen ihre Geschichten auf einer Landkarte verlinken können. … heiß! Guckt Euch das mal an, super! So etwas meine ich, nur für meine Belange eben ohne Karte.

Vom Verpuffen
Manchmal ist es schon komisch. Da verbringe ich Stunden mit dem Verfassen eines Blog-Beitrags, bin mit dem Ergebnis recht zufrieden, doch irgendwie verpufft alles. Schade eigentlich, war doch ganz passabel. Gut, auf ein Neues. Und weg ist das Schätzchen, verschwunden in der eigenen Timeline. „Go-Go-Gadget-o Beitrag weg“. Suchmaschinenoptimierung hin oder her, meine Themen sind selten mainstreamig, meist auch noch ziemlich heterogen. Momentan ist etwa Social Media mein Thema, wird nicht alle LeserInnen und AutorInnen interessieren. Es ergibt sich eben so. Es ist nun mal mein Tante-Emma-Laden. Wie gesagt, ich habe keine Ziel-, sondern Dialoggruppen. Was mich beschäftigt, darüber schreibe ich und wenn Gespräche draus hervorgehen, habe ich mein Ziel erreicht. Wer kocht schon gern allein?!

Vom Suchen
Die andere Seite der Medaille: Wenn ich nach einem bestimmten Thema suche, macht Google mir das Finden nicht gerade leicht. Am liebsten lese ich inzwischen Blog-Beiträge. Es ist der eigene Charme der Artikel, die Sprache, das Persönliche. Klassische Fachbeiträge suche ich nach wie vor im papiernen Buch, ein anderes Genre. Die Suchmaschinen folgen ihren Regeln, die selten die meinigen sind. Mühsames Unterfangen. Mehr Zufallstreffer denn systematische Suche. Blog-Beiträge haben oft eine  eigene Sprache, eine eigene Logik. Und klar lese ich regelmäßig meine liebsten Blogs. Auch hier finde ich viel Interessantes, Inspirationen, Schmunzeliges. Doch ganz ehrlich, soooo weit zurück gehe ich in der Timeline selten.

Vom Finden
Meine Blogs im Reader sind häufig Zufallsfunde. Die wordpress.com-Varianten sind für mich am besten zu handhaben, weil hier Rückmeldungen am einfachsten sind. Usability und so. Doch ich will mehr! Blogconnect und Bloglovin habe ich eingerichtet und dabei blieb es auch. Für mich zu umständlich. Facebook? Mein ungeliebtes Stiefkind. Inzwischen speichere ich mir gute Beiträge mit Evernote, aber bei der konkreten Blog-Artikel-Recherche hilft das nicht immer. Themen kommen und gehen – auch in meinem Kopf. Um Aktualität geht es mir hierbei weniger, weshalb auch Echtzeitsuchen bei Twitter genauso unbrauchbar sind wie auf Google.

Mein Märchen vom Verzeichnis lesenswerter Blog-Artikel
Wenn ich mir hier im Netz etwas wünschen dürfte, dann wäre es dieses funktionierende Artikel-Verzeichnis. Ausschließlich für Blog-Beiträge. Die Rechte blieben allein bei den AutorInnen und BloggerInnen selbst. Es würde lediglich eine Überschrift, eine Kurzzusammenfassung des Beitrags und einen Link auf die Artikel geben. Sortiert wären die Beiträge durch Kategorien und Schlagworte. Keine Timeline. Sebastian hat zur Visualisierung eine Wortwolke vorgeschlagen. Hach ja… Angegangen werden könnte dies etwa über eine Community, sodass sich Kategorisierungen selbst entwickeln würden. Schließlich muss jeder für sich entscheiden, welche Beiträge er einstellt – es sollen gerade nicht alle sein, sondern die Goldstücke. Die Beiträge, die einfach nochmal jemand lesen und vor allem finden sollte. Da ich es als unkommerzielles Unterfangen denke, müssten jedoch viele mitmachen, moderieren und bestimmt auch miteinander diskutieren.

Mitmachen?
Was meint Ihr? Verlinkt Ihr Eure Beiträge in Artikel-Verzeichnissen? Sucht Ihr dort auch? (Ich habe hier… eine Liste von Artikel-Verzeichnissen gefunden, doch was ich suche, ist nicht wirklich dabei.) Meint Ihr, die Blogosphäre braucht sowas? Würdet Ihr mitmachen wollen? Würde sich der Aufwand lohnen? Oder gibt es all das schon? Egal wie und wo, ich wäre dabei!

„In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat,…“ (Gebrüder Grimm)

Ich bin echt gespannt, was Ihr dazu meint! Und falls Ihr selbst einen Beitrag zum Verschwinden, zum Suchen und Finden oder zum Gefundenwerden im Sinn habt, freue ich mich über einen Link zu Euch und trage diesen sehr gern hier nach!

Franziska