Schreibtisch des Autors Christian Schmidt - Klopfersweb

Unterhaltung mit dem Autor Christian Schmidt – Information und Meinung statt Kleingeisterei

Mangas waren seine Passion – und sind es noch. Zum Glück hat Christian Schmidt den Weg zur Satire gefunden. Spätestens mit seinem Informatikstudium findet auch das Internet zu ihm. Klopfer war bald erfunden. Da hat er schon so einige Bücher gelesen. Es sollten mehr werden. Immer mehr. Lesen, um zu verstehen, was einem keiner erklären kann. Um dann zu erklären, dass keiner so richtig verstanden hat. Klopfer kritisiert, polemisiert und: unterhält. 

Heute wohnt, schreibt und studiert Christian Schmidt in Berlin. Was er studiert? FRAG DEN HASEN!  Von 36.926 Fragen (!) sind momentan 15 unbeantwortet. Das Zweitbeste, was Leser einem Autor antun können, ist es, einen Kommentar zu hinterlassen! Dafür hat er ein GÄSTEBUCH. Wer lieber diskutieren möchte, ist im FORUM richtig. Genau diese Einstellung zum Leser macht Christian Schmidt zum Autor 2.0! Wo Ihr schließlich landet, wenn Ihr fragt, kommentiert oder diskutiert, das seht Ihr hier:

Christian Schmidts Arbeitsplatz

Klopfersweb-Arbeitsplatz_mit_Anmerkungen

Christian Schmidt über seinen Arbeitsplatz: So ordentlich ist er selten, aber ich habe erst gestern die ganzen Briefe sortiert und entsorgt, die dort normalerweise herumliegen. Wenn ich etwas für Klopfers Web schreibe, ist vor mir sonst auch meistens ein Buch oder eine Zeitschrift, halt irgendein Medium, welches ich bespreche. Die Wand ist – bis auf den Kalender – etwas kahl, aber sie ist zu hart, um Nägel für Bilderrahmen hineinzuschlagen. Wenn ich also nicht gerade etwas Spannendes auf dem Monitor sehe, ist der Ausblick ein wenig trist.

Christian Schmidt über seinen Weg zum Buch: Geboren wurde ich 1980 in Frankfurt (Oder), also in der DDR. Ich war ein guter Schüler, aber extrem schüchtern und nicht besonders beliebt, deswegen hab ich mich in Bücher geflüchtet. Dann kam die Wende, und vieles von dem, was man uns Kindern erzählt hatte, war plötzlich falsch. Daraus habe ich damals die Lehre gezogen, nie einfach etwas zu glauben, was einem erzählt wird, sondern sich möglichst ausgiebig zu informieren und eine eigene Meinung zu bilden. Das prägt mich heute noch und hat mir oft gezeigt, dass es meistens keine absoluten Wahrheiten gibt.

Ein weiterer Nebeneffekt der Wende war, dass Mitschüler nun, da wir alle nicht mehr durch die Pionierorganisation quasi von oben zu kameradschaftlichem Verhalten „gedrängt“ wurden, ihre Abneigung gegen mich offener ausleben konnten, was mein Selbstvertrauen immer weiter reduzierte und mich noch mehr zu Büchern und inzwischen auch Computern brachte. Später nutzte ich jeden Schulwechsel, um mich etwas selbstbewusster zu präsentieren, aber bis heute habe ich eine ausgeprägte Zurückhaltung gegenüber fremden Menschen, denen ich persönlich begegne.

Ich konnte im Endeffekt vermutlich das Beste aus meinen Hobbys machen: Dank meiner Faszination für Computer konnte ich 1999 zwischen Abitur und Studium meine eigene Website aufbauen, aus der später Klopfers Web wurde. Auf der Seite präsentiere ich meine eigenen Gedanken und Texte, um Menschen zu unterhalten; außerdem dient Klopfers Web quasi als Dach für alle meine Buchprojekte. Daneben konnte ich übers Internet Kontakte knüpfen, die dafür sorgten, dass ich nun regelmäßig unter anderem für die Egmont Verlagsgesellschaften als freier Mitarbeiter tätig bin. Auch wenn ich meine eigenen Bücher also selbst bzw. über On-Demand-Dienstleister verlege, ich weiß durchaus Bescheid über die Arbeit in „normalen“ Publikumsverlagen.

Mehr über Christian Schmidt auf seiner Website:

http://www.klopfers-web.de

Satire als Reaktion auf eine unstete Gesellschaft. Und doch, Christian Schmidt schreibt für seine Leser – und das meistens nachts und ausschließlich digital. Den dritten und leider auch schon letzten Teil meines Interviews mit dem Autor könnt Ihr Ende der Arbeitswoche hier… lesen. Dabei wird er davon erzählen, wie er auf die Idee zu seinem neuesten Buch gekommen ist. In „Braindead Love. I: Breakfast“, einer Parodie auf die Vampirromanze Twilight, muss es auch für seine Bella ein Superwesen sein, weil ein ganz normaler Junge für sie irgendwie zu lausig wäre.

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